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Die einzigen Weggefährten:
Schnecken |
Mein gestriger Kurzausflug zur Geisterstunde - einer von mittlerweile vielen - führte mich ins gefühlte Nirgendwo. Denn irgendwo zwischen Berensberg und der Soers liegt, verträumt in einem kleinen Wäldchen, die verborgene Mitte. Natürlich lockte ein sogenanntes Ingress-Portal mich dort hin und auf der Karte sah das auch garnicht so weit weg aus. Aber da hatte ich die Rechnug ohne den Wirt, oder besser ohne die Überwucherung gemacht, denn dank des reichlichen Regens der vergangenen Tage und Wochen, muss das Gras gedacht haben, diesen Weg holen wir uns zurück.
So stakste ich also durch das hohe und nasse Gras und darüber verwandelten sich meine Schuhe leider in etwas nasses und schmodderiges. Da es für trockene Füsse nun sowieso zu spät war, ging ich einfach weiter, bis ich endlich bei dem Gehölz ankam. Hier wurde der Weg wieder erkenntlicher und war nicht mehr voller Gras, dafür wurde ein anderes Problem deutlich: Nachts im Wald ist es trotz Vollmond sehr dunkel!

Also ein bisschen warten, die Augen ans Dunkel gewöhnen ... und dann der Fehler: zwischendurch aus Langewile mal auf das Display des Smartphone schauen, um festzustellen, wie weit es denn wohl noch ist ... und schon ist man wieder blind. Gnah!
Ein hiesiger Einwohner hätte sich beim Zuschauen des dummen Städters vermutlich weggelacht.
Zum Glück war es dann nicht mehr weit bis zum Ziel - eigentlich war es direkt um die "Ecke" - denn ein bissl unheimlich ist es zur so späten Nacht, im dunstigen Wald mit all seinen seinen Geräuschen, dann doch.
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| Die verborgene Mitte im Dunst der Nacht. |
Aber ausser einem verirrten Falter, der mich anflog und ein paar nassen Ästen, die nach mir griffen, blieb ich völlig unbehelligt, konnte mein Portal erobern und mich getrost und erleichtert auf den Rückweg machen.
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So hätte es aussehen sollen,
leider war es kein sonniger Herbsttag. |
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