Die Reiselust der Wikinger ist weithin bekannt. Doch oft sind die Männer aus dem hohen Norden nicht so gerne gesehen und werden nicht unbedingt mit offenen Armen empfangen. Ob das in dem nachfolgendem Fall auch so ist, muss sich erst noch zeigen. Diese Seite beschäftigt sich mit den Reisen und Erlebnissen eines ganz speziellen Wikingers, der sich von Aquisgranum aufmachte, um die Küsten der Sorrentinischen Halbinsel unsicher zu machen.

Posts mit dem Label Defekt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Defekt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 5. Januar 2011

Flüchtling gesucht

Gestern am 04.01.2011 stellt ich meinen Wagen, einen blauen Peugeot 307 in Würselen ab. Er stand dort in der Oppener Strasse auf Höhe des Hauses Nr. 41 von ca. 20:00 bis 23:45 Uhr.


Grössere Ansicht der Karte


Leider ist irgendwann in dieser Zeit ein Unbekannter mit meinem Fahrzeug zusammen gestossen, bzw. hat meinen Wagen einmal komplett an der Fahrerseite entlang touchiert. Dabei ist ein Schaden vom hinteren bis zum vorderen Kotflügel am Peugeot entstanden, auch der Spiegel wurde beschädigt und die Zierleiste ist beim Bewegen der Tür abgefallen.


Jetzt suche ich denjenigen, der den Unfall verursacht hat, da sich diese Person nicht gemeldet und auch keine Nachricht hinterlassen hat. Auch über Zeugen, die gesehen haben, wie es geschehen ist oder die Angaben zum Unfallverursacher machen können, würde ich mich sehr freuen.

Montag, 15. November 2010

Ciao Salerno

Am Freitag war es soweit und ich habe Salerno und Italien den Rücken gekehrt. Zum Abschied gab es nocheinmal feinstes Herbstwetter der Marke Süditalien: Sonnenschein bei 19°. Der Flug startete pünktlich von Neapel, wurde auf dem Weg in die Heimat aber doch so sehr von Wind und Wetter aufgehalten, dass wir fast eine Stunde Verspätung hatten. Bei der Ankunft war es natürlich auch nicht trocken, sondern regnete in einer Tour, so dass ich schon fast wieder Fernweh bekommen hätte ;-)

Nun galt es mein Auto abzuholen und wieder in Betrieb zu nehmen. Da es viel zu lange an einem Fleck rumgestanden hatte, war dies aber ohne Starthilfe des ADAC garnicht möglich. Der 'Gelbe Engel' schaffte es tatsächlich dem zuvor leblosen Vierrad wieder Leben einzuhauchen und so begab ich mich mit einiger Verspätung auf die Reise in den Norden, um dort meine Familie zu treffen. Dort sollte ich aber an diesem Tag nicht mehr ankommen, denn bei einem Zwischenstop in der Nähe von Duisburg (ich nahm an inzwischen sollte sich die Batterie wohl wieder aufgeladen haben) war nach dem Abschalten des Motors sofort auch wieder aller Strom weg. Nichteinmal genügend Saft um den Scheibenwischer weiter zu bewegen hatte die Batterie angenommen. So blieb mir nichts anderes Übrig, als ein zweites mal nach dem ADAC zu rufen. Der kam auch wie befohlen zu mir, aber diesmal brachte der Helfer den Wagen nicht wieder zum Laufen, sondern konnte mir nur einen
Abtransport zur nächsten Fachwerkstadt anbieten. So verbrachte ich, nach dem Transport, den Rest der Nacht, vom Regen ganz klamm, in meinem Auto ohne Heizung, nur um dann am nächsten Morgen enttäuscht festzustellen, dass diese Werkstadt an diesem Tag nicht richtig besetzt war und mir der einzige Mechaniker vor Ort nicht helfen wollte, da ausgerechnet an diesem Samstag ein offenes Modell-Casting in diesen Hallen stattfand. Somit bestellte ich ein drittes Mal den ADAC, der nach dem Schildern der Sachlage kulanterweise dazu bereit war mich zu einer weiteren, geöffneten Werkstadt zu schleppen. Dort war die Hölle los, denn ausgerechnet an diesem Tag war halb Duisburg abgesoffen und dutzende Autos wurden mit einem Wasserschaden 
auf den Hof geschleppt. Dazwischen nun auch ich mit meinem Problem. Aber schliesslich wurde auch meine tote Batterie gewechselt und nach einigem hin und her, um die Alarmanlage und Wegfahrsperre wieder zu synchronisieren, damit sie beim Zünden auch die Benzinpumpe freigeben, konnte ich meine Reise am Samstagnachmittag endlich fortsetzen. Was für ein Trip, eine wahrlich schreckliche Reise ...

Montag, 8. November 2010

Technik die begeistert :(

Am Sonntag hat sich mein gerade einmal 6 Monate altes Notebook überlegt, dass es Urlaub von mir haben will und ein paar Tage oder wohlmöglich Wochen im Servicecenter von ASUS verbringen möchte. Gezeigt hat das wundervolle Stück Hochleistungs-Technik mir dies, indem es ein überaus buntes Bild auf den Monitor gezaubert hat, welches man ansonsten
von einem ausgelaufenem Wasserfarbmalkasten erwartet hätte. Na, nicht ganz, denn die Bewegungen hätte man auf dem haarsträubenden Aquarell vermut- lich nicht zu sehen bekommen. Somit nehme ich an, dass ich eine neue Graphikeinheit benötige, denn die aktuelle leidet eindeutig an Geschmacksverirrung. Aber wer will das schon mit Sicherheit sagen, wenn er sich, dank Garantieanspruch, gerade so eben noch davon abhalten kann, der Aussenhaut mit einem Schraubenzieher zu Leibe zu rücken, um das Innen- leben zu begutachten. Etwas Geduld muss der edle Kasten, angefüllt mit feinsten Elektronik-Ingredienzen, bis zu seinem Reiseantritt jedoch noch aufbringen und bei mir verweilen, da ich ihn nicht vor meiner Ankunft im heimatlichen Hafen auf und davon lassen werde. Und so müssen wir Zwei noch mindestens eine triste Woche miteinander verbringen, die von Müssiggang, zumindest seinerseits, geprägt sein wird.

Dienstag, 24. August 2010

Mit einem blauen Auge davon gekommen ...

Gestern Abend hatte ich die grandiose Idee meinen Boden zu wischen.
Als ich mich dafür nach dem Eimer bückte ist es dann passiert. Aus einem mir nicht ganz nachvollziehbarem Grund hat mein linkes Auge auch keine Warnmeldung geliefert. Vielleicht ging es einfach zu schnell? Jedenfalls stiess ich im Ergebnis mit eben jenem Auge gegen die Ecke des daneben aufgestellten Badezimmerschranks. Autsch! Als Resultat hat sich das empfindliche Gewebe nun reichlich verfärbt. Aber ich bin nicht wirkich von dem einseitigen Make-up überzeugt, auch wenn die Farbe an sich vielleicht sogar hoch modisch sein mag. Auf jeden Fall hat sich mal wieder als sehr wahr erwiesen, dass Hausarbeit eine sehr gefährliche Angelegenheit ist.

Dienstag, 17. August 2010

Reisen hat so seine Tücken

Eine Busfahrt ist doch immer wieder aufregend, besonders wenn es die Küstenstrasse entlang gehen soll. Die ist nämlich schmal und besonders kurvenreich. Auf diesen Strecken ist die Hupe des Busfahrers bester Freund, die er vor der gefühlten Halfte aller Kurven ausgiebig betätigt.
Mein sonntäglicher Ausflug führte mich nach Amalfi. Von dort wollte ich eigentlich weiter nach Ravello ... eigentlich, aber der "Bus-Tag" fing schon schlecht an. Denn da ich mich dummerweise an die falsche Bushaltestelle stellte verpasste ich den geplanten Bus und musste meine Reise eine Stunde später beginnen. Auf dem Weg, kurz vor Maiori passierte dem Busfahrer dann ein kleiner Lapsus und er streifte mit dem Heck des Busses die Front eines Autos, das schon zu weit in eine Kurve hinein gefahren war. Die Folge war erstmal stillstand und nicht nur für uns, sondern für alle nachfolgenden Fahrzeuge. Denn der Unfall versperrte beide Spuren. Also warteten wir erstmal auf die Polizei, die auch recht schnell (auf kleinen Motorrollern) eintraf. Aber scheinbar waren diese zwei jungen Polizisten mit der Situation ein wenig überfordert, denn statt die Personalien aufzunehmen und dann erstmal die Strasse zu räumen, damit der Verkehr weiter gehen kann, organisierten die beiden Kollegen erstmal sehr umständlich eine behelfsmässige, einspurige Umleitung über einen kleinen Parkstreifen. Irgendwann trafen dann die "grossen Brüder" ein, die Carabinieri. Diese schienen in Bezug auf Unfälle etwas mehr Routine zu haben und räumten und gaben dann erstmal wieder die Strasse frei. Wir Passagiere stiegen dann in einen anderen Bus, der sich mittlerweile in der Autoschlange angestellt hatte, um und konnten dann mit fast einer Stunde Verspätung in Amalfi eintreffen. Somit lag ich 2 Stunden hinter meinem Plan und beschloss dann Ravello Ravello sein zu lassen und mich stattdessen in Amalfi umzusehen.

Der Kern von Amalfi ist sehr klein und die quasi einzige Strasse, die von der Küste durch den Ort führt ist natürlich sehr touristisch geprägt. Aber nach ein paar hundert Metern enden die Geschäfte und die Strasse beginnt in Schlangenlinien das Küstengebirge zu erklimmen. An dieser Stelle fragte ich mich, wieviele Touristen wohl ihren Weg an dieser Stelle noch fortsetzen?
Mein Weg endete aber noch nicht und ich nahm eine Treppe, die vielversprechnd aussah keine Sackgasse zu sein. So gelangte ich auf eine schmale Gasse, die mich auf halber Höhe am Berg, in den hinteren des Talkessels führte, und bald schon nahm die Zahl der Häuser ab und stattdessen waren dann unter mir viele Gärten mit Zitronenbaum-Hainen zu sehen. Im letzten Zipfel des Tals war dann das Rauschen des Bachs zu hören, der wohl diese Schneise in die Bergkette gefressen haben muss. Hier gibt es keine Gärten mehr, der schmale Talzipfel ist verwildert und die Menschen, die hier einst lebten sind fort und ihre Häuser zu Ruinen zerfallen.

Nach diesem Ausflug ins "Hinterland" war es bald schon Zeit den Bus zurück nach Salerno zu nehmen. Allerdings nur laut Fahrplan. Denn dank des Feiertages "Ferragosto", der bei uns mal als Mariä Himmelfahrt gefeiert wurde und auch hier in Italien immer weniger mit Kirche, sondern immer mehr mit Feiern zu tun hat, konnte der Bus Amalfi nicht pünktlich erreichen. In Minori gab es mal wieder ein Feuerwerk, für das die Ortsdurchfahrt, welches auch die Küstenstrasse ist, gesperrt wurde. Somit startete die Rückfahrt mit über einer Stunde Verspätung. Aber damit nicht genug, denn auf dem Weg zurück staute sich der Verkehr erneut. Diesmal war es Maiori, welches die Strasse für seine Festlichkeiten gesperrt hatte. Doch auch nachdem die Sperrung aufgehoben war schleppte sich die Rückreise noch eine ganze Weile dahin, da ja nun auch viele ihre Heimreise antraten und für zusätzlichen Verkehr auf der kurvigen Strasse sorgten. Somit dauerte es insgesammt bis 2:00 h nachts, bis ich schliesslich zurück in Salerno am Piazza della Concordia war.

Immerhin bietet die Costiera Amalfitana auch bei Nacht einen schönen Anblick, wenn die Lichter leuchten. Irgendwie erinnern sie mich an leutende Girlanden, mit denen jemand freundlich die ins Meer hängenden Gebirgsäste dekoriert hat.