Die Reiselust der Wikinger ist weithin bekannt. Doch oft sind die Männer aus dem hohen Norden nicht so gerne gesehen und werden nicht unbedingt mit offenen Armen empfangen. Ob das in dem nachfolgendem Fall auch so ist, muss sich erst noch zeigen. Diese Seite beschäftigt sich mit den Reisen und Erlebnissen eines ganz speziellen Wikingers, der sich von Aquisgranum aufmachte, um die Küsten der Sorrentinischen Halbinsel unsicher zu machen.

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Donnerstag, 9. Januar 2014

Torpediert ein Freihandelsabkommen unsere Demokratie?

TTIP Horror
Über "TTIP" (Transatlantic-Trade-and-Investment-Partnership) wird immernoch verhandelt, ein Freihandelsabkommen zwischen Europa und den USA. Aber warum ist darüber so wenig bekannt und warum wird so wenig berichtet? Weil diese Verhandlungen nicht öffentlich abgehalten werden und weil sie federführend von Wirtschaftsvertretern und Lobbyisten mitbestimmt werden, die kein Interesse daran haben, dass die Allgemeinheit etwas über den Inhalt erfährt, bevor er nicht beschlossene Sache ist.

Themen wie privatisierte Trinkwasserversorgung, Gen-Manipulation, Fracking und Datenschutz sollen mit diesem Abkommen wohl simpler abgehandelt werden können, um so Konzernen und Industrie noch grössere und schnellere Profite zu ermöglichen.

Darüber hinaus soll das Papier Konzerne in die Lage versetzen, Schadensersatzansprüche einklagen zu können, wenn sie z.B. Umsatzeinbussen aufgrund von Gesetzgebungen erleiden. Geheim tagende Schiedsstellen, die sich aus Wirtschaftsvertretern und Experten zusammensetzen (aber nicht aus demokratisch bestimmten Vertretern), entscheiden dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit ob ein Anspruch gerechtfertigt ist und in welcher Höhe. Berufung scheint dieses Verfahren nicht zu kennen.
Die Zigarettenindustrie könnte z.b. anbringen, dass das Abdrucken von abschreckenden Bildern ihre Umsätze schmälert und hätten mit diesem Abkommen sehr grosse Aussichten darauf von den Staaten mit den entsprechenden Gesetzen entschädigt werden zu müssen, im Endeffekt also von den Steuerzahlern.

Todesstern TTIP
Mit TTIP befeuern Konzerne unsere Demokratie
Damit würde ganz klar die Demokratie ausgehebelt und Gesetze nach Konzernstrategie und Wirtschaftsinteressen ausgelegt und bemessen.

Wer nun an dieser Stelle den Gedanken einmal weiter spinnt: was ist dann der nächste Schritt? Jugendschutzgesetze z.B. schränken viele Branchen ein, wie Alkohol-, Zigaretten-, Multimedia-Industrie usw. Meiner Meinung nach zu Recht. Aber wenn es dann nach den grossen Konzernen geht, sollen wir in Zukunft unsere Kinder wohlmöglich nicht mehr schützen dürfen und können, oder aber dies teuer - mit Steuergeldern als Schadensersatz - bezahlen müssen.

Vielleicht sollten wir dann auch nicht länger das Töten verbieten, weil das die Einkünfte der Waffenindustrie verringert. Vielleicht sollte man sich schon mal ein Gewehr zurück legen lassen und für jeden dieser Lobbyisten, die "TTIP" auf diese Weise durchsetzen wollen, eine Patrone reservieren.


P.S.: Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass dieser Artikel niemanden zu irgendeiner Straftat aufruft,
         sondern mit überspitztem Sarkasmus auf einen m
öglichen Missstand aufmerksam machen will.


Wenn Dir dieser Artikel zu reisserisch ist, dann informiere Dich z.B. bei
Campact oder Avaaz
und unterstütze die Aktionen.

Wer es lieber offiziell mag, der kann z.B. auch hier schauen:
In der FAQ wird vieles dementiert und relativiert.
Das nächste Meeting ist am 14.01.
offical TTIP FAQ

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Frauenquote, so nicht!

 photo frauenquote.png
Immer wieder gibt es Individuen, oder sogar ganze politische Parteien, die eine Frauenquote verlangen. Dabei geht es normalerweise natürlich immer um die sogenannten Führungspositionen und da werden dann Zahlen von 30% oder gar 50% laut.

Ich frage mich dann immer, wie kann man einfach solche festen Prozentsätze verlangen, ohne dabei zu berücksichtigen, wie sich ein Unternehmen überhaupt zusammensetzt? In einem fiktiven Betrieb in dem überhaupt nur 10% Frauen arbeiten, sollen dann trotzdem die oben genannten Zahlen durchgesetzt werden? Damit schaft man doch wieder ein Ungleichgewicht, bei dem dann Frauen schon allein wegen der Quote in Führungsrollen bevorzugt werden müssen.

In dem Team in dem ich zum Beispiel arbeite (wobei das keine Führungspositionen sind) sind 3 Frauen und 5 Männer, also ein theoretischer Frauenanteil von 37,5%. Garnicht mal so schlecht, könnte man meinen. Aber nun ist es so, dass alle diese weiblichen Teammitglieder nur Teilzeitstellen haben (und das haben sie sich auch alle selber so ausgesucht!). Berücksichtigt man nun diesen Faktor so macht der Vollzeit-Anteil der Frauen plötzlich nur noch 24% des gesammten Teams aus.
Soll es dann in Zukunft auch Teilzeit-Chefs geben?

Ich bin der Meinung, wenn man schon eine Frauenquote verlangt, dann sollte sich diese aber auch an der Betriebsstruktur der Mitarbeiter orientieren. Ein Betrieb mit 60% Männern sollte auch 60% Männer und 40% Frauen in Führungspositionen haben und ein Betrieb mit 80% Frauenanteil sollte dann auch 80% Frauen in Führungspositionen haben.

Natürlich bin ich auch davon überzeugt, dass wir auch diese Zahlen nicht erfüllen und das dafür einiges ins Rollen kommen muss, wenn es Wahrheit werden soll. Aber eine fixe Frauenquote in jedem Betrieb gleichermassen einzuführen schafft nur wieder eine neue "Ungleichberechtigung".

Als Schlusswort habe ich sowieso den Eindruck, dass so manche Partei dieses Thema nur in die eigenen Programme hinein setzt, um auf Stimmenfang bei der weiblichen Bevölkerung zu gehen ...